UNESCO-Projektschule

Unsere Schule ist eine mitarbeitende unesco-projekt-schule. Die Schulleiterin der vormaligen RS+ Salmtal, Karin Sattler, hat sich mit viel Engagement dafür eingesetzt, dass die Schule Teil des UNESCO-Projektschulen-Netzwerks wird. Mit der Hilfe der Schulkoordinatorin Ramona Brabandt wurde eine UNESCO-AG eingerichtet, Schulpartnerschaften nach Ruanda und Bethlehem wurden gestartet und Projekte durchgeführt.

Später wurden die Bemühungen verstärkt, die globale Persektive in das Schulleben zu tragen. So wurde ein Besuch der Schülerinnen aus der Schule al-Awda in Bethlehem gegen große Schwierigkeiten organisiert, ein innovatives Raumkonzept wurde entwickelt und die Mitgliedschaft in einem deutsch-chinesischen Lebensmittel- und Nachhaltigkeitscluster beschlossen.

Menschenrechts- und Demokratieerziehung

Klassenrat

Jede unserer Klassen beraten regelmäßig ihre Angelegenheiten im Klassenrat. Hier wird demokratisches Verhalten eingeübt. Ein Sprecher leitet die Diskussion, Zeit- und Regelwächter sorgen für den reibungslosen Ablauf und der Protokollant erstellt die Grundlage, auf der Beschlüsse festgehalten und in späteren Klassenrat-Sitzungen aufgegriffen werden.

Genossenschaft

Auch in unserer Schülergenossenschaft wird basisdemokratisches Handeln gefordert. Die Schülerinnen und Schüler organisieren sich selber, erkunden mögliche Märkte für ihre Produkte und stellen diese her.

Interkulturelles Lernen

Partnerschule Al-Awda, Bethlehem, Palästina

Wir haben seit längerem eine Partnerschaft mit der Al-Awda Schule in Bethlehem etabliert. Briefe wurden versendet, Videos von den jeweiligen Schulen gedreht und gemeinsame Projekte realisiert.

In den Herbstferien 2015 brach unsere Lehrerin Bettina von Oppeln dann zu einer ganz besonderen Reise auf. In Bethlehem unserer UNESCO Partnerschule Al-Awda, besuchte sie die beiden Deutschlehrerinnen Haifa Awad und Julia Mali und die vielen Schülerinnen die dort Deutsch lernen.

Der herzliche Empfang, den Frau von Oppeln in Bethlehem erfahren hatte, war Anlass für sie, dass sie alle Hebel in Bewegung setzte, um einen Besuch der palästinensischen Schülerinnen in Deutschland zu ermöglichen.

Letztlich wurden alle Anstrengungen belohnt und die IGS Salmtal konnte sagen: Willkommen in Salmtal! Fünf Schülerinnen und zwei Lehrerinnen der Al-Awda Schule in Bethlehem verbrachten im Frühjahr 2016 zehn Tage bei Schülerinnen der IGS Salmtal. Nachdem ausreichend Spendengelder bereitgestellt, Pässe angeschafft und Gastfamilien gefunden worden waren, konnte die Reise losgehen.

Ebenso viele Eindrücke, wie die Mädchen während ihres Aufenthaltes in Deutschland sammeln konnten, brachten sie auch selbst mit. Ob bei einer fesselnden Präsentation über ihr Heimatland, einem Abend mit palästinensischen Köstlichkeiten oder in persönlichen Gesprächen: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Gasteltern und Interessierte gewannen interessante Einblicke in die fremde Kultur und die dortigen politischen Gegebenheiten, die für viele unter uns nur schwer vorstellbar sind. Krönender Abschluss des Austausches bildete eine spontan von einer Gastfamilie organisierte Fahrt nach Belgien ans Meer, womit für die fünf Mädchen ein Traum in Erfüllung ging.

Partnerschule Notre Dame de Citeaux, Kigali, Ruanda

Eine Partnerschaft besteht zum Mädcheninternat Lycée Notre Dame de Citeaux. Diese Schule ist seit 1999 Teil des internationalen UNESCO-Projektschulen-Netzwerks (ASP Net). Auch hier wurden Briefe geschrieben und Präsentationen der eigenen Schule verschickt. Im Sommer 2015 konnten sich einige Schülerinnen und Schüler beider Schulen auf einer Tagung in Paris auch persönlich kennenlernen. Die Einnahmen eines Spendenlaufs, der 2015 in Salmtal ausgerichtet wurde, ging an das Lycée, die bauliche Erweiterungen mit dem Geld realisieren konnten.

Globales Lernen

Raumkonzept

An der IGS-Salmtal wurden die abstrakten dreistelligen Raumnummern durch Städtenamen ergänzt, was sich besser einprägt und das Auffinden der Räume erleichtert. .

So ergab sich auch von selber ein übergeordnetes Leitsystem, das die Gänge des Schulgebäudes mit Kontinenten korreliert. Der Raum „Athen“ ist so beispielsweise leicht über den Flur „Europa“ zu finden.

Außer dem praktischen Nutzen, den diese Benennung mit sich bringt, soll die Umbenennung der Räume natürlich auch eine Beschäftigung der Schüler mit diesen Städten anstoßen.

Ganz unterschiedliche fachübergreifende Aktivitäten rund um den eigenen Klassenraum können durchgeführt werden. Die Städtenamen haben den Effekt, dass man sich automatisch mit einer anderen, vielleicht fremden Kultur beschäftigt: Landeskunde, Gründungssagen, kulturelle und kulinarische Besonderheiten, aber auch typische Gestaltungselemente wie Bilder oder Ornamente und Musikstile bringen durch das neue Raumkonzept die große Welt ganz nah in den Unterricht.

Umwelterziehung

Schulgarten

Im Frühjahr 2015 entstand unmittelbar vor den Toren unserer Schule ein eingezäunter Bereich, wo seitdem unser Schulgarten entsteht. Weinreben wurden gesetzt und Beete wurden angelegt. Eine kleine feste Gruppe von Schülern unterstützt die Arbeiten in einer AG. Anfallende Arbeiten werden aber auch von anderen Kursen und Klassen erledigt. Die Schülerinnen und Schüler können durch die Arbeit im Schulgarten hautnah erleben, was es heißt, schon im Frühjahr für die Ernte im Herbst vorzusorgen.

Ein wichtiges Anliegen ist uns bei der Anlage des Gartens, dass der Aspekt Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch in der konkreten Arbeit umgesetzt werden. Außerdem sollen interdisziplinäre Akzente gesetzt werden, indem Themen des Biologie-, Technik- und Nawi-Unterrichts anschaulich gemacht werden.

Welterbeerziehung

Denkmäler in der Nähe

Regelmäßig werden Ausflüge nach Trier organisiert. Die UNESCO-Weltkulturerbestätten Porta-Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater und Konstatinbasilika sind stets Teil unserer Stadtrallye.

Die Wallfahrtsstätte in Klausen, die in der unmittelbaren Umgebung liegt, wird häufig als Ziel von Wanderungen und Exkursionen gewählt. Auch im Deutschunterricht wird in diesem Zusammenhang die Sage vom Weinfässchen, die sich um diese Wallfahrtskirche rankt, gewählt.

Wittlich ist das nächstgelegene Mittelzentrum. Dort sind die Synagoge, die Martinskirche und das Türmchen Ziele für Stadterkundungen und Rundgänge.